Früher einmal ist Donald Trump mit dem Versprechen angetreten, den »Sumpf« trocken zu legen – also alten Seilschaften des tiefen Staates den Kampf anzusagen. Doch Fakt ist: Neokonservative, Think Tanks und Lobby-Organisationen wie AIPAC haben immer noch einen großen Einfluss auf die Republikanische Partei und die Politik der Vereinigten Staaten im Allgemeinen.
Nils Wegner, der USA-Kenner im Jungeuropa-Stall, erklärte in seinem Vortrag am 26. Juni 2025 in der Berliner »Staatsreparatur«, was die »Rechte« in den USA eigentlich ist, woher ihre Ideen kommen und welchen Einfluss sie auf die Politik Donald Trumps haben. Außerdem wirft er einen Blick auf die »neueren« Entwicklungen im Kabinettszirkus und ordnet Namen wie J. D. Vance und Elon Musk ein. Wir haben den Vortrag aufgezeichnet und stellen ihn hiermit zur Verfügung.
Da habt ihr ja wieder mal was abgeliefert. Was für ein Vortrag! Sowas darf gern mehr sein.
Ich hab euren Podcast erst vor ein paar Monaten kennen gelernt und es ist vor allem die Tiefe, die intellektuelle Auseinandersetzung die ich mag. Das find ich sonst selten.
Bin jetzt dabei mehr oder weniger alles nachzuhören.
Danke für den Podcast. Weiter so.
Wenn ich auch die USA, wie viele, kritisch sehe, muß man Wegner hier zumindest teilweise widersprechen. Die USA sind nicht „qua ihrer Gründung aufklärerisch geprägt“. (Und das sind wir in Westeuropa heute doch ebenfalls.)
Vox Day, der in der Schweiz im Kanton Waadt lebt, hat recht, wenn er sagt, daß die Vereinigten Staaten immer noch gläubiger sind als Europa. Es gibt einfach noch viel mehr Gemeinden, die Christus predigen — so plump, wie das auch oft geschehen mag (E-Gitarren …!) –, hier ist leider eher tote Hose.
Auch Andy Nowicki ist gläubiger Katholik, der die Kirche aufsucht. Das kann man wg. des II. Vatikans sehen, wie man möchte. Es zeigt aber, daß dort mehr Rechte einen tatsächlichen Glaubensbezug haben — wie ihn Vox Day ja auch hat — als hier in Europa.