Von rechts gelesen – Sendung 195 – »Peaky Blinders: The Immortal Man«

Schiebermützen, Vintage-Anzüge, Undercuts, Fluppe im Mundwinkel: »Peaky Blinders« ist mehr als eine Netflix-Serie, »Peaky Blinders« ist ein Stil. Und das ist nicht einmal anerkennend gemeint, denn Stil über Substanz zu stellen, ist nicht nur in der Politik ein mageres Prinzip.

Sechs Staffeln hat »Peaky Blinders« bislang auf dem Buckel, und grundsätzlich sind auch Volker Zierke und Philip Stein Fans dieser Serie. Dementsprechend gern schauen sich die beiden den Film an, mit dem die Serie zum Abschluss gebracht werden soll – »Peaky Blinders: The Immortal Man«. Kann man eine langlaufende und von den Zuschauern heißgeliebte Serie überhaupt befriedigend abschließen, oder bleibt immer ein schales Gefühl danach? Nach »The Immortal Man« weiß unser Podcast-Duo mehr.

Hochfeste der Scham (IV): Angst und (Selbst-)Hass in Amerika

Anlässlich der Medienkampagne gegen Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026, hat Nils Wegner vergangenen November in den sozialen Medien übersetzte Passagen eines Essays über Demütigung als politische Waffe verbreitet. Die jüngsten Fälle der jungen AfD-Politiker Kevin Dorow und Julia Gehrckens sowie der Generation Deutschland Nordrhein-Westfalen zeigen: Schuld und Scham bleiben Knuten des Establishments. Wir präsentieren deshalb mit freundlicher Genehmigung des Autors den Gesamttext in mehreren Teilen.

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Verlagstreffen: Metropolregion Mitteldeutschland

Große Veranstaltungen mit zahlreichen Referaten und Podien sind fast immer an einem zentralen Thema ausgerichtet. Das hat seine Vor- und Nachteile, insbesondere, was die Zusammensetzung des angesprochenen Publikums betrifft. Aber Sie kennen uns: Wir sind Jungeuropa – und so machen wir es auch bei unseren Veranstaltungen einfach ganz anders als alle anderen.

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Von rechts gelesen – Sendung 194 – Eierlikör und Center Shock: von Ost nach West

Bis 2015, dem Jahr der sogenannten Flüchtlingskrise, blickte die Republik abwechselnd mit Verachtung, Unverständnis oder Überheblichkeit auf die »Zone«. Doch seit der Osten durch seine Dissidenz an der Wahlurne und auf der Straße wieder an politischer Relevanz gewonnen hat, beteuert die Welt, man müsse »die Ossis« nur besser verstehen lernen.

Nicht zuletzt deshalb sind Wende- bzw. Nachwenderomane seit Jahren stark im Trend. Die deutsche Regisseurin Laura Laabs, Jahrgang 1985, stammt selbst aus dem Osten – und erzählt in ihrem Debütroman »Adlergestell« die Geschichten dreier junger Mädchen, die den berühmten Umbruch als Schülerinnen erleben. Erzählt Laabs, wie der »Freitag« schreibt, die Geschichte des Ostens wirklich neu? Benedikt Kaiser und Philip Stein sprechen über Laabs und ihren Roman.

Von rechts gelesen – Sendung 193 – Hooligans und Skinheads im Osten

Mit der Liedzeile »Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik« haben »Kategorie C« einen folgenschweren Irrtum in die Welt gesetzt. Ein neues Buch, »Staatsfeinde« von Stefan Wellgraf, beweist die Naivität dieser Parole. Um aufzuzeigen, wie politisch »Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren« – so der Untertitel – waren und sind, hat sich Wellgraf ausführlich mit Hooligans und Anhängern des BFC Dynamo unterhalten und so eine umfassende und ausführliche Feldforschung im ostdeutschen Fußball betrieben.

Benedikt Kaiser und Philip Stein sprechen über genau diese rechten Subkulturen im Osten – über Hooligans, Skinheads, die sogenannten Baseballschlägerjahre und natürlich die Thesen des Sozialwissenschaftlers Stefan Wellgraf. Klar wird: Fußball ist alles, aber nicht unpolitisch.

»Wer, wenn nicht wir?« – Die Jungeuropa-Veranstaltungen 2026

Jungeuropa, das ist mehr als nur ein Verlag. Wir wollen nicht nur Bücher drucken, sondern Köpfe prägen. Auch im Jahr 2026 werden deswegen zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Einiges ist von langer Hand geplant, anderes erfolgt kurzfristig. Alle Informationen finden Sie hier.

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Von rechts gelesen – Sendung 192 – Christian Krachts Ausflug in den Iran

Im Nahen Osten brodelt es. Nicht nur US-Präsident Trump scheint auf einen Regime Change zu hoffen, auch viele liberalkonservative Stimmen hierzulande begeistern sich für einen Umsturz in dem islamistischen Land. Einen solch radikalen Wandel hat das Land schon einmal erlebt: 1979 übernahmen die Mullahs die Macht, und alle Konstanten wurden auf links gedreht. »1979« heißt aber auch der zweite Roman aus der Feder von Christian Kracht, der damit seinen Abschied von der sogenannten Popliteratur nahm und sich fortan den »-ismen« zuwandte. Buddhismus, Kommunismus, Islamismus, Faschismus? All das wirft hier seinen Schatten voraus.

Philip Stein und Volker Zierke lasen das Buch von Neuem – und kommen zu dem Schluss, dass am Ende der Iran gar nicht das große Thema des Romans ist.

Von rechts gelesen – Sendung 191 – Warum der Staat Kunst fördert

Wolfram Weimer greift durch: Drei Buchhandlungen hat der Kulturstaatsminister von der Nominierungsliste des Deutschen Buchhandlungspreises gestrichen. Als Begründung dienen Erkenntnisse des Verfassungsschutzes. Mutmaßlich sollen die betroffenen Händler in irgendeiner Weise mit der linksextremen Szene assoziiert sein – Gewissheit gibt es darüber jedoch nicht, da die entsprechenden Erkenntnisse nicht öffentlich gemacht werden. Gelingt Weimer damit ein Befreiungsschlag gegen die linke Kulturszene?

Philip Stein und Volker Zierke sprechen über die Hilflosigkeit der bürgerlich-konservativen Kräfte und gehen der grundsätzlichen Frage nach, ob Kunst überhaupt staatlich gefördert werden sollte – oder ob dieses Modell nicht längst an seine Grenzen gestoßen ist.

Hochfeste der Scham (III): Liberale Zeiten

Anlässlich der Medienkampagne gegen Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026, hat Nils Wegner vergangenen November in den sozialen Medien übersetzte Passagen eines Essays über Demütigung als politische Waffe verbreitet. Die aktuellen Fälle des jungen AfD-Politikers Kevin Dorow und der Generation Deutschland Nordrhein-Westfalen zeigen: Schuld und Scham bleiben Knuten des Establishments. Wir präsentieren deshalb mit freundlicher Genehmigung des Autors den Gesamttext in mehreren Teilen.

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Von rechts gelesen – Sendung 190 – Die Zeitung aus dem Osten

Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung braucht einen neuen Chefredakteur. Dorian Baganz hinterlässt damit, nur drei Wochen nach dem Start des neuen, interessanten Medienprojekts von Unternehmer Holger Friedrich, eine Lücke. Vielleicht ist das aber besser so: Ein Ex-Redakteur vom linken Freitag soll die ostdeutsche Stimme im Blätterwald formulieren? Dazu noch als Duisburger, als »Wessi«? Schließlich wollte die OAZ ja eines sein: Eine Wochenzeitung für die unterrepräsentierten »Ossis«.

Auch unser Podcast-Trio Benedikt Kaiser, Philip Stein und Volker Zierke legte die Stirn angesichts der Personalie in Falten. In dieser Episode sprechen sie über die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung, die ähnlich gelagerte Berliner Zeitung und die möglichen Ziele von Holger Friedrich. Zum Aufnahmezeitpunkt saß Baganz noch fest im Sattel – jetzt gehört er schon zur stetig wachsenden Riege der Ex-Mitarbeiter. Deutet das auf Ärger hinter den Kulissen hin oder ist das für die junge OAZ am Ende sogar eine Chance?