Ernst Jünger ist die Ikone der Neuen Rechten – keiner, der etwas auf sich hält, kommt am »Waldgang« oder an »In Stahlgewittern« vorbei. Und das, obwohl sich diese beiden Werke eigentlich wie Feuer und Wasser gegenüberstehen, abgesehen davon, dass Ernst Jünger selbst sein politisches Werk gänzlich anders interpretiert hat als sein Sekretär Armin Mohler. Jener Mohler, der an Jüngers Legendenstatus in der Neuen Rechten nicht ganz unschuldig ist.
Volker Zierke und Philip Stein lasen »Jünger und die Folgen«, ein Buch, das sich mit Jüngers Wirkungsgeschichte auseinandersetzt – auch in der Rechten. Anschließend sprechen sie darüber, was es mit dem Jünger-Kult bei »uns« auf sich hat und warum man dabei auch kritisch sein darf.
Schiebermützen, Vintage-Anzüge, Undercuts, Fluppe im Mundwinkel: »Peaky Blinders« ist mehr als eine Netflix-Serie, »Peaky Blinders« ist ein Stil. Und das ist nicht einmal anerkennend gemeint, denn Stil über Substanz zu stellen, ist nicht nur in der Politik ein mageres Prinzip.
Sechs Staffeln hat »Peaky Blinders« bislang auf dem Buckel, und grundsätzlich sind auch Volker Zierke und Philip Stein Fans dieser Serie. Dementsprechend gern schauen sich die beiden den Film an, mit dem die Serie zum Abschluss gebracht werden soll – »Peaky Blinders: The Immortal Man«. Kann man eine langlaufende und von den Zuschauern heißgeliebte Serie überhaupt befriedigend abschließen, oder bleibt immer ein schales Gefühl danach? Nach »The Immortal Man« weiß unser Podcast-Duo mehr.
Anlässlich der Medienkampagne gegen Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026, hat Nils Wegner vergangenen November in den sozialen Medien übersetzte Passagen eines Essays über Demütigung als politische Waffe verbreitet. Die jüngsten Fälle der jungen AfD-Politiker Kevin Dorow und Julia Gehrckens sowie der Generation Deutschland Nordrhein-Westfalen zeigen: Schuld und Scham bleiben Knuten des Establishments. Wir präsentieren deshalb mit freundlicher Genehmigung des Autors den Gesamttext in mehreren Teilen.
Hochfeste der Scham (IV): Angst und (Selbst-)Hass in Amerika weiterlesen
Große Veranstaltungen mit zahlreichen Referaten und Podien sind fast immer an einem zentralen Thema ausgerichtet. Das hat seine Vor- und Nachteile, insbesondere, was die Zusammensetzung des angesprochenen Publikums betrifft. Aber Sie kennen uns: Wir sind Jungeuropa – und so machen wir es auch bei unseren Veranstaltungen einfach ganz anders als alle anderen.
Verlagstreffen: Metropolregion Mitteldeutschland weiterlesen
Bis 2015, dem Jahr der sogenannten Flüchtlingskrise, blickte die Republik abwechselnd mit Verachtung, Unverständnis oder Überheblichkeit auf die »Zone«. Doch seit der Osten durch seine Dissidenz an der Wahlurne und auf der Straße wieder an politischer Relevanz gewonnen hat, beteuert die Welt, man müsse »die Ossis« nur besser verstehen lernen.
Nicht zuletzt deshalb sind Wende- bzw. Nachwenderomane seit Jahren stark im Trend. Die deutsche Regisseurin Laura Laabs, Jahrgang 1985, stammt selbst aus dem Osten – und erzählt in ihrem Debütroman »Adlergestell« die Geschichten dreier junger Mädchen, die den berühmten Umbruch als Schülerinnen erleben. Erzählt Laabs, wie der »Freitag« schreibt, die Geschichte des Ostens wirklich neu? Benedikt Kaiser und Philip Stein sprechen über Laabs und ihren Roman.
Mit der Liedzeile »Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik« haben »Kategorie C« einen folgenschweren Irrtum in die Welt gesetzt. Ein neues Buch, »Staatsfeinde« von Stefan Wellgraf, beweist die Naivität dieser Parole. Um aufzuzeigen, wie politisch »Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren« – so der Untertitel – waren und sind, hat sich Wellgraf ausführlich mit Hooligans und Anhängern des BFC Dynamo unterhalten und so eine umfassende und ausführliche Feldforschung im ostdeutschen Fußball betrieben.
Benedikt Kaiser und Philip Stein sprechen über genau diese rechten Subkulturen im Osten – über Hooligans, Skinheads, die sogenannten Baseballschlägerjahre und natürlich die Thesen des Sozialwissenschaftlers Stefan Wellgraf. Klar wird: Fußball ist alles, aber nicht unpolitisch.
Jungeuropa, das ist mehr als nur ein Verlag. Wir wollen nicht nur Bücher drucken, sondern Köpfe prägen. Auch im Jahr 2026 werden deswegen zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Einiges ist von langer Hand geplant, anderes erfolgt kurzfristig. Alle Informationen finden Sie hier.
»Wer, wenn nicht wir?« – Die Jungeuropa-Veranstaltungen 2026 weiterlesen
Im Nahen Osten brodelt es. Nicht nur US-Präsident Trump scheint auf einen Regime Change zu hoffen, auch viele liberalkonservative Stimmen hierzulande begeistern sich für einen Umsturz in dem islamistischen Land. Einen solch radikalen Wandel hat das Land schon einmal erlebt: 1979 übernahmen die Mullahs die Macht, und alle Konstanten wurden auf links gedreht. »1979« heißt aber auch der zweite Roman aus der Feder von Christian Kracht, der damit seinen Abschied von der sogenannten Popliteratur nahm und sich fortan den »-ismen« zuwandte. Buddhismus, Kommunismus, Islamismus, Faschismus? All das wirft hier seinen Schatten voraus.
Philip Stein und Volker Zierke lasen das Buch von Neuem – und kommen zu dem Schluss, dass am Ende der Iran gar nicht das große Thema des Romans ist.
Wolfram Weimer greift durch: Drei Buchhandlungen hat der Kulturstaatsminister von der Nominierungsliste des Deutschen Buchhandlungspreises gestrichen. Als Begründung dienen Erkenntnisse des Verfassungsschutzes. Mutmaßlich sollen die betroffenen Händler in irgendeiner Weise mit der linksextremen Szene assoziiert sein – Gewissheit gibt es darüber jedoch nicht, da die entsprechenden Erkenntnisse nicht öffentlich gemacht werden. Gelingt Weimer damit ein Befreiungsschlag gegen die linke Kulturszene?
Philip Stein und Volker Zierke sprechen über die Hilflosigkeit der bürgerlich-konservativen Kräfte und gehen der grundsätzlichen Frage nach, ob Kunst überhaupt staatlich gefördert werden sollte – oder ob dieses Modell nicht längst an seine Grenzen gestoßen ist.
Anlässlich der Medienkampagne gegen Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026, hat Nils Wegner vergangenen November in den sozialen Medien übersetzte Passagen eines Essays über Demütigung als politische Waffe verbreitet. Die aktuellen Fälle des jungen AfD-Politikers Kevin Dorow und der Generation Deutschland Nordrhein-Westfalen zeigen: Schuld und Scham bleiben Knuten des Establishments. Wir präsentieren deshalb mit freundlicher Genehmigung des Autors den Gesamttext in mehreren Teilen.
Hochfeste der Scham (III): Liberale Zeiten weiterlesen