Von rechts gelesen – Sendung 189 – Immer wieder »Regime change«

Der Iran hat eine wechselhafte Geschichte – und der von den USA und Israel nun forcierte »Regime change« durch Bomben ist mitnichten die erste westliche Einmischung in die Geschicke dieser Nation. Denn schon Mohammed Reza Pahlavi kam mithilfe der CIA an die Macht. Versucht der Westen also nun erneut, was 1979 gescheitert ist? Und in wessen Interesse liegt das eigentlich?

Benedikt Kaiser, Volker Zierke und Philip Stein jedenfalls sind der Meinung, dass der vom Zaun gebrochene Krieg mit dem Iran – aller berechtigten Kritik an der Theokratie der schiitischen Rechtsgelehrten zum Trotz – weder im Interesse der USA noch des Westens und schon gar nicht Europas ist. Doch wer profitiert sonst? Israel? China? In dieser Episode werden die Wirren der internationalen Beziehungen aufgelöst.

Hochfeste der Scham (II): Besetzte Amerikaner

Anlässlich der Medienkampagne gegen Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026, hat Nils Wegner vergangenen November in den sozialen Medien übersetzte Passagen eines Essays über Demütigung als politische Waffe verbreitet. Die aktuellen Fälle des jungen AfD-Politikers Kevin Dorow und der Generation Deutschland Nordrhein-Westfalen zeigen: Schuld und Scham bleiben Knuten des Establishments. Wir präsentieren deshalb mit freundlicher Genehmigung des Autors den Gesamttext in mehreren Teilen.

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Von rechts gelesen – Sendung 188 – Nostalgie als Waffe

Zurück zu den guten alten Zeiten: Das denken nicht nur bestimmte Millennials, wenn sie an »Diablo 2« denken, sondern dies ist auch eine wesentliche Triebfeder rechtspopulistischer Parteien. Denn was ist »Make America Great Again« anderes als der Wunsch nach einem fiktiven Amerika der Vergangenheit, in dem angeblich noch alles gut war? Auch die AfD setzt auf dieses diffuse Gefühl, diese Nostalgie nach anderen, besseren Zeiten – ohne dabei konkret zu werden.

Philip Stein und Volker Zierke sprechen über die Gefahren der Nostalgie, darüber, ob die Wehmut nach anderen Zeiten nicht eine wesentliche Motivation aller Rechten ist, und – ganz nebenbei – über die Computerspiele ihrer Kindheit.

Nicht zu vergessen: Ost und West!

Hochfeste der Scham (I): Demütigungsrituale

Anlässlich der Medienkampagne gegen Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026, hat Nils Wegner vergangenen November in den sozialen Medien übersetzte Passagen eines Essays über Demütigung als politische Waffe verbreitet. Aufgrund regen Interesses und angesichts der aktuellen Kampagne gegen den jungen AfD-Politiker Kevin Dorow präsentieren wir mit freundlicher Genehmigung des Autors den Gesamttext in mehreren Teilen.

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Von rechts gelesen – Sendung 187 – Vergeltung für Quentin?

In Frankreich wird der junge rechte Aktivist Quentin von Linksextremisten totgeschlagen. Was folgt: Empörung, Trauer, Gedenkminuten, Demonstrationen. Und das war’s? Politische Gewalt ist nichts Neues. Dennoch muss man sich fragen, ob Zynismus und Realpolitik nicht längst das Ruder übernommen haben, wenn man nach solchen Taten einfach wieder zur Tagesordnung übergeht.

Deshalb sprechen Volker Zierke und Philip Stein über ein besonders heikles Thema: Wie viel Gewalt muss eine politische Bewegung in sich tragen?

Von rechts gelesen – Sendung 186 –Hesperialismus gegen Nationalstaat

Der Nationalstaat ist das Heiligtum der politischen Rechten. Was für weite Teile der patriotischen Parteienlandschaft im In- wie Ausland definitiv gilt, muss hinsichtlich des Vorfelds genauer betrachtet werden: Denn hier existiert nicht erst seit gestern ein zartes politisches Pflänzchen, das Europa in den Mittelpunkt politischer Bestrebungen stellt. Auch Jungeuropa gehört dazu.

Der Althistoriker David Engels hat mit seiner aktuellen Schrift »Das Abendland verteidigen« einen interessanten neuerlichen Debattenaufschlag vorgelegt, der ein gemeinsames Europa aus kultureller – und christlicher – Perspektive neu denken will. Volker Zierke, Benedikt Kaiser und Philip Stein haben sein Konzept geprüft.

Von rechts gelesen – Sendung 185 – Ulrich Fröschle über den »Waldgang«

Wenn sich die Rechte auf nur einen Autor verständigen müsste – vermutlich wäre es Ernst Jünger. Besonders ein Werk hat enorme Wirkung entfaltet, und sein Titel ist selbst zum geflügelten Wort geworden: »Der Waldgang« von 1951 fasst die Situation Deutschlands nach einem verheerenden Krieg zusammen und skizziert einen Ausweg. Doch worin besteht dieser Ausweg?

In der »Exil«-Reihe von Susanne Dagen legt der Kulturhistoriker Dr. Ulrich Fröschle einen interessanten Band vor, der Jüngers Büchlein auf seinen Gehalt für den Widerstand im Jahr 2026 hin abklopft.

Benedikt Kaiser, Philip Stein und Volker Zierke haben Fröschles Buch gelesen und besprechen alles – Fröschle, Jünger und den Widerstand – im Podcast.

Von rechts gelesen – Sendung 184 – »Lichtspielführer Lichtmesz«

Innerhalb der Rechten gibt es wohl kaum einen profunderen Filmkenner als Martin Lichtmesz: Sein Wissen hat der Wiener Cineast nun auf 432 Seiten verdichtet – seit Anfang Januar 2026 ist der »Lichtspielführer Lichtmesz« im Verlag Antaios verfügbar und bietet einen fundierten Einblick in die Welt des Kinos. Von den Anfängen des Stummfilms bis ins aktuelle Zeitalter hat sich Lichtmesz eine Reihe von Filmen vorgenommen und sie unter anderem auf ihren »rechten« Gehalt hin untersucht.

Der »kulturbanause«, Philip Stein und Volker Zierke haben das Buch gewälzt, philosophieren über dessen Anspruch, sprechen über die interessantesten Einträge in diesem Filmführer und streiten ein wenig darüber, wo Lichtmesz aus ihrer Sicht richtig oder falsch liegt.

Von rechts gelesen – Sendung 183 – »Fallout«, die Zweite

Das »Fallout«-Universum begeistert mit seinem bitterbösen schwarzen Humor und seinem postnuklearen Szenario seit 1997. Staffel 1 der von Amazon initiierten Streamingadaption wurde von eingefleischten Fans der Spiele gemischt aufgenommen – hat dem Franchise jedoch unzählige neue Anhänger beschert.

In Staffel 2 wird »Fallout« weitaus »politischer«. Denn es geht um Macht, Gedankenkontrolle, Krieg und Moral. Philip Stein und der sächsische Filmexperte »kulturbanause« haben die neue Staffel besprochen.

Von rechts gelesen – Sendung 182 – »Sankya«, Russland und der Nationalbolschewismus

Russland – immer wieder Russland. Die Frage nach dem richtigen Umgang mit der Macht im Osten spaltet nicht erst seit 2022 ganze politische Milieus. Auch vor 1945 wurde sie lebhaft diskutiert – und fand im »Nationalbolschewismus« und seinem Umfeld um Niekisch, Paetel, Strasser und Co. eine von vielen möglichen Antworten.

Rund 60 Jahre später, in den 1990er-Jahren, erlebte dieser Begriff in Russland selbst ein Revival – und brachte dabei nicht nur eine kuriose Partei hervor, sondern auch Künstler und Literaten. Einer von ihnen war Zakhar Prilepin, dessen Roman »Sankya« diese Geschichte erzählt.

Benedikt Kaiser, Volker Zierke und Philip Stein erklären, was den »Nazbol« ausmacht und wie »Sankya« ihn lebendig werden lässt.