Von rechts gelesen – Sendung 185 – Ulrich Fröschle über den »Waldgang«

Wenn sich die Rechte auf nur einen Autor verständigen müsste – vermutlich wäre es Ernst Jünger. Besonders ein Werk hat enorme Wirkung entfaltet, und sein Titel ist selbst zum geflügelten Wort geworden: »Der Waldgang« von 1951 fasst die Situation Deutschlands nach einem verheerenden Krieg zusammen und skizziert einen Ausweg. Doch worin besteht dieser Ausweg?

In der »Exil«-Reihe von Susanne Dagen legt der Kulturhistoriker Dr. Ulrich Fröschle einen interessanten Band vor, der Jüngers Büchlein auf seinen Gehalt für den Widerstand im Jahr 2026 hin abklopft.

Benedikt Kaiser, Philip Stein und Volker Zierke haben Fröschles Buch gelesen und besprechen alles – Fröschle, Jünger und den Widerstand – im Podcast.

Von rechts gelesen – Sendung 184 – »Lichtspielführer Lichtmesz«

Innerhalb der Rechten gibt es wohl kaum einen profunderen Filmkenner als Martin Lichtmesz: Sein Wissen hat der Wiener Cineast nun auf 432 Seiten verdichtet – seit Anfang Januar 2026 ist der »Lichtspielführer Lichtmesz« im Verlag Antaios verfügbar und bietet einen fundierten Einblick in die Welt des Kinos. Von den Anfängen des Stummfilms bis ins aktuelle Zeitalter hat sich Lichtmesz eine Reihe von Filmen vorgenommen und sie unter anderem auf ihren »rechten« Gehalt hin untersucht.

Der »kulturbanause«, Philip Stein und Volker Zierke haben das Buch gewälzt, philosophieren über dessen Anspruch, sprechen über die interessantesten Einträge in diesem Filmführer und streiten ein wenig darüber, wo Lichtmesz aus ihrer Sicht richtig oder falsch liegt.

Von rechts gelesen – Sendung 183 – »Fallout«, die Zweite

Das »Fallout«-Universum begeistert mit seinem bitterbösen schwarzen Humor und seinem postnuklearen Szenario seit 1997. Staffel 1 der von Amazon initiierten Streamingadaption wurde von eingefleischten Fans der Spiele gemischt aufgenommen – hat dem Franchise jedoch unzählige neue Anhänger beschert.

In Staffel 2 wird »Fallout« weitaus »politischer«. Denn es geht um Macht, Gedankenkontrolle, Krieg und Moral. Philip Stein und der sächsische Filmexperte »kulturbanause« haben die neue Staffel besprochen.

Von rechts gelesen – Sendung 182 – »Sankya«, Russland und der Nationalbolschewismus

Russland – immer wieder Russland. Die Frage nach dem richtigen Umgang mit der Macht im Osten spaltet nicht erst seit 2022 ganze politische Milieus. Auch vor 1945 wurde sie lebhaft diskutiert – und fand im »Nationalbolschewismus« und seinem Umfeld um Niekisch, Paetel, Strasser und Co. eine von vielen möglichen Antworten.

Rund 60 Jahre später, in den 1990er-Jahren, erlebte dieser Begriff in Russland selbst ein Revival – und brachte dabei nicht nur eine kuriose Partei hervor, sondern auch Künstler und Literaten. Einer von ihnen war Zakhar Prilepin, dessen Roman »Sankya« diese Geschichte erzählt.

Benedikt Kaiser, Volker Zierke und Philip Stein erklären, was den »Nazbol« ausmacht und wie »Sankya« ihn lebendig werden lässt.

Von rechts gelesen – Sendung 181 – Fiume und die Irren

Als Gabriele D’Annunzio am 12. September 1919 mit seinen Freischärlern, den berüchtigten Arditi, die Stadt Fiume besetzte, begann die kurze Existenz einer autonomen »rechten« Herrschaft, die später zum Mythos werden sollte. Bekannt wurde das Fiume des gefeierten Schriftstellers und Dichters D’Annunzio jedoch nicht nur für unbändigen Tatendrang und den Willen, das Alte kompromisslos zu zerschlagen, sondern auch als Experimentierfeld antibürgerlicher Ideen. Nudismus, Drogen, Alkohol und freie Liebe – all das gehörte ebenso zu dieser neuartigen Regentschaft. Doch bei aller Absurdität stellt sich die Frage: Waren D’Annunzio, Marinetti und Baron Keller von Kellerer und Wolkenkeller tatsächlich »Irre«, bloß exzentrische Clowns ohne tragfähige Ideen und geistige Substanz?

Der neue Roman des Kabarettisten Dirk Stermann, »Die Republik der Irren«, legt eine solche Deutung nahe. Benedikt Kaiser, Volker Zierke und Philip Stein haben das Buch gelesen und diskutieren es vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse in Fiume. Außerdem: Futurismus! Mussolini! Faschismus!

Von rechts gelesen – Sendung 180 – Céline und der »Krieg«

Louis-Ferdinand Céline ist ebenso berühmt wie berüchtigt: Den einen gilt er als genialer Schriftsteller, den anderen als »Antisemit« und Verfasser von vulgären Schimpftiraden. Vor nicht allzu langer Zeit sorgte der Fund verloren geglaubter Céline-Manuskripte für Aufruhr. »Krieg« ist eines der Fragmente aus diesem Nachlass des wohl umstrittensten französischen Schriftstellers.

Volker Zierke und Philip Stein besprechen den kurzen Roman, der von Verwundung und Genesung in einem frontnahen Hospital des Ersten Weltkrieges erzählt, und ordnen ihn in das Gesamtwerk Célines ein.

Von rechts gelesen – Sendung 179 – »Der Tiger«

Eigentlich ist es im deutschen Film immer dasselbe, wenn es um die eigene Geschichte geht: Die Deutschen sind die Täter, andere die Opfer. So weit, so normal?

Anfang Januar feierte der Film »Der Tiger« seine Streaming-Premiere auf Amazon Prime Video. Und hier, so meinen Volker Zierke und Philip Stein, lässt sich eine erste, behutsame Trendwende erkennen. Außerdem erklärt Zierke, wie ein Panzer funktioniert – Stoff genug also für eine ausführliche Besprechung.

Von rechts gelesen – Sendung 178 – »Parthenope«

Was ist das für ein Film, der mit einem Zitat des berüchtigten »Antisemiten« Louis-Ferdinand Céline einsetzt, vernichtende Kritiken erhielt und dem man »Voyeurismus« unterstellt? Es ist »Parthenope« von Paolo Sorrentino. Die Handlung kreist um eine junge Frau aus Neapel; beeindruckende Bilder erzählen eine Geschichte von Jugend, Schönheit und Vergänglichkeit. Kein Hollywood, sondern Europa pur. Oder?

Philip Stein und Volker Zierke besprechen den Film, deuten die Verbindungen zu Céline und Malaparte und erklären, warum »Parthenope« auch für Sittenwächter und Kulturkämpfer etwas zu bieten hat.

Von rechts gelesen – Sendung 177 – Unser Jahresrückblick 2025

Es ist mittlerweile eine Tradition im Hause Jungeuropa, am Ende des Jahres noch einmal zurückzublicken: Welche Bücher haben wir veröffentlicht, welche Veranstaltungen durchgeführt, was lief gut, was lief schlecht? All diese Fragen beantworten wir in unserem großen Livestream zu Weihnachten, der nun auch als Podcast verfügbar ist.

Außerdem beantworten Benedikt Kaiser, Philip Stein und Volker Zierke in gewohnter Manier Zuhörerfragen und verlosen die eine oder andere Rarität.