Von rechts gelesen – Sendung 181 – Fiume und die Irren

Als Gabriele D’Annunzio am 12. September 1919 mit seinen Freischärlern, den berüchtigten Arditi, die Stadt Fiume besetzte, begann die kurze Existenz einer autonomen »rechten« Herrschaft, die später zum Mythos werden sollte. Bekannt wurde das Fiume des gefeierten Schriftstellers und Dichters D’Annunzio jedoch nicht nur für unbändigen Tatendrang und den Willen, das Alte kompromisslos zu zerschlagen, sondern auch als Experimentierfeld antibürgerlicher Ideen. Nudismus, Drogen, Alkohol und freie Liebe – all das gehörte ebenso zu dieser neuartigen Regentschaft. Doch bei aller Absurdität stellt sich die Frage: Waren D’Annunzio, Marinetti und Baron Keller von Kellerer und Wolkenkeller tatsächlich »Irre«, bloß exzentrische Clowns ohne tragfähige Ideen und geistige Substanz?

Der neue Roman des Kabarettisten Dirk Stermann, »Die Republik der Irren«, legt eine solche Deutung nahe. Benedikt Kaiser, Volker Zierke und Philip Stein haben das Buch gelesen und diskutieren es vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse in Fiume. Außerdem: Futurismus! Mussolini! Faschismus!

2 Kommentare zu „Von rechts gelesen – Sendung 181 – Fiume und die Irren“

  1. „Fiume oder der Tod“ von Oliver Ritter ist tatsächlich noch neu erhältlich.

    Der Arnshaugk Verlag wird inzwischen weitergeführt, vertreibt das Buch und man kann über die auf der Website angegebene E-Mail-Adresse ein Exemplar bestellen.

    Vielen Dank für den Buchtipp!

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