Viktor Orbáns Ungarn mit seiner betont illiberalen Demokratie, seinem ethnischen Volksbegriff und seinem Bekenntnis zur europäischen Identität des Landes ist den liberalen Eliten in der Europäischen Union seit fast eineinhalb Jahrzehnten ein Dorn im Auge. Doch es ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, dass das ungarische Volk diesem Mann, der 2010 nach einem Erdrutschsieg seines rechtskonservativen Wahlbündnisses zum zweiten Mal Ministerpräsident wurde, auch nach fast 15 Jahren noch immer sein Vertrauen schenkt und Orbáns Fidesz erst 2022 das beste Wahlergebnis seiner Geschichte beschert hat.
Das »System Orbán« ruht auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens, der die Regierungspolitik gleichermaßen bestätigt und befördert. Doch wie ist das möglich? Und was können wir Deutschen hier konkret lernen? Volker Zierke und Philip Stein besprechen den ungarischen Weg der Hegemonie.
Seit einiger Zeit wird die Sezession mit einem Beiheft versendet: dem Phonophor. Pro Heft finden sich hier bis zu drei Kurzgeschichten, die zumeist von Lesern verfasst wurden und bei denen es sich oftmals um erste literarische Gehversuche handelt. Stilistisch wie inhaltlich wie qualitativ ist also eine größere Bandbreite geboten.
Volker Zierke und Philip Stein haben sich die vorliegende vierte Ausgabe des Phonophors vorgenommen und diskutieren die beiden – hoch interessanten! – Kurzgeschichten im Podcast.
Der Buchhandel ist eine Branche, die sich seit jeher damit rühmt, besonders diskussionsfreudig und vielfältig zu sein. Da wird Salman Rushdie geehrt, werden Gandhi und Tucholsky zitiert, und manchmal darf sogar der olle George Orwell dazu herhalten, den Widerstandsgeist der eigenen Blase auf Instagram zu beschwören – nur: wogegen eigentlich?
Aktion: Rein in die Schaufenster! weiterlesen
Es gibt Schätze der Zeitgeschichte, die noch von niemandem gehoben wurden. Wir schaffen Abhilfe. Ramiro Ledesma Ramos, Gründer der nationalsyndikalistischen JONS in Spanien, legte 1931 das Manifest seiner Gruppe vor – nun endlich auf Deutsch.
»Die Eroberung des Staates« weiterlesen
Mit seinem in der Weimarer Republik verorteten Szenario begeistert die deutsche Serie »Babylon Berlin« die Zuschauer. Das Berlin der 20er- und 30er-Jahre gibt viel her: Straßenschlachten zwischen »Roten« und »Braunen«, die Machtkämpfe zwischen konservativen Militärs und liberalen Politikern, Auseinandersetzungen innerhalb der SA, und mittendrin der ermittelnde Kommissar Gereon Rath.
Doch je weiter sich die Serie in die politischen Gefilde wagt, desto zeitgeistiger wird sie auch. Volker Zierke und Philip Stein analysieren, was »Babylon Berlin« taugt.
Das berüchtigte Münchener Abkommen von 1938 gilt als Sargnagel der »demokratischen Nachkriegsordnung« Mitteleuropas. Im Bann der Appeasementpolitik des Briten Chamberlain opferte man die territoriale Integrität der Tschechoslowakei, um das Deutsche Reich ruhigzustellen.
Emanuel Moravec, der in Tschechien bis heute der Feme verfallen ist, hat diese Zeit miterlebt – und er hat ein Buch darüber geschrieben. Das Ende der Beneš-Republik schildert das damalige Geschehen mit seiner langen Vorgeschichte aus Sicht eines tschechischen Nationalisten und ranghohen Militärs, der seine Heimat lange auf den wohl unvermeidlichen Kampf gegen die Deutschen vorzubereiten suchte.
Volker Zierke und Philip Stein werfen einen Blick in die Geschichte.
Dresden, Spreewald, Wien – wer im Westen der Bundesrepublik wohnt, für den waren unsere vergangenen Verlagstreffen bislang nicht gerade um die Ecke. Das ändert sich am 21. Oktober 2023 – Jungeuropa kommt nach Mainz!
Buchmesse: Jungeuropa in Mainz weiterlesen
Der russische Dramaturg und Journalist Ilia Rykin hat mit Russendämmerung ein literarisches Reisetagebuch der ganz besonderen Art geschrieben. Seine Reisen führten ihn bis ins Innerste des westlichen wie östlichen Panoptikums. Ryvkin ist mit offenen Augen und kritischem Geist durch »den Osten« gereist, hat mit Linken wie Rechten, »nationalistischen« Queer-Aktivisten, staatskritischen Mönchen, kommunistischen Parteisekretären, Militärs, Trinkern und Professoren gesprochen.
Volker Zierke und Philip Stein besprechen dieses ebenso spannende wie eigenwillige Werk.
In der Nacht vom 29. auf den 30. September 1938 wurde das sogenannte Münchener Abkommen zwischen dem Deutschen Reich, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Italien getroffen. Offiziell wurde durch dieses Abkommen die Sudetenkrise beendet. In wenigen Tagen, dem 29. September 2023, erscheint im Jungeuropa Verlag die Schrift Das Ende der Beneš-Republik. Das Münchener Abkommen und die tschechische Kollaboration im Protektorat Böhmen und Mähren des tschechischen Militärs Emanuel Moravec in einer vollständig überarbeiteten und annotierten Ausgabe. Mit dem Historiker Dr. Stefan Scheil haben wir, ergänzend dazu, über das Münchener Abkommen und die unmittelbaren Folgen ausführlich gesprochen.
Das Münchener Abkommen und die Beneš-Republik – Interview mit Stefan Scheil weiterlesen
»Kulturlandschaft« – was wenig spektakulär klingt, ist in Wirklichkeit ein zentrales Thema rechter Umweltpolitik. Der Mensch und die Natur sollen von einem Gegensatz in einen Einklang gebracht werden. Philip Stein und Volker Zierke sprechen mit Jonas Schick, dem Chefredakteur der Kehre, über die neue Ausgabe, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt.