Von rechts gelesen – Sendung 203 – Kultur von rechts

Prof. Matthias Moosdorf füllt eine Art Doppelrolle aus: Einerseits ist er ein konzerterfahrener Musiker, der auf der ganzen Welt gespielt hat und den Kulturbetrieb wie seine Westentasche kennt. Andererseits ist da der Matthias Moosdorf, der dieses Wissen und seine Leidenschaft als AfD-Funktionär in konkrete Realpolitik übertragen möchte.

Nun hat Moosdorf ein Buch geschrieben: »Kultur von rechts«. Und man merkt diesem Buch an, dass zwei Herzen in seiner Brust schlagen. Die zugrunde liegende Frage lautet: Wie könnte eine rechte, konservative Kunst- und Kulturpolitik aussehen? Wie soll man die Szene fördern, wie die Spielpläne beeinflussen, wie parteiisch kann oder darf ein Staat hier agieren?

Benedikt Kaiser, Philip Stein und Volker Zierke haben das neue Buch besprochen. Mit Moosdorfs Vorschlägen anfreunden kann sich allerdings keiner der drei so recht. Warum, erfahrt ihr im Podcast.

3 Kommentare zu „Von rechts gelesen – Sendung 203 – Kultur von rechts“

  1. Der Podcast muß einen wunden Punkt getroffen haben. Daß Prof. Moosdorf dermaßen dünnhäutig reagiert („primitive“ Kritik) hätte ich nicht erwartet. Gut, ihm gefällt schon das „ungescriptete“ Format des Podcasts nicht, geschenkt, aber daß er auf den einzigen wirklich etwas deftigeren Kritikpunkt („Boomer-takes“) jetzt auf X mit einem haarsträubenden Boomer-Geschreibsel wie „die Nazis waren Linke die halt nicht enteignet haben aber dafür die Menschen sozialisiert bla bla bla und das hat schon Joachim Fest gesagt“ reagiert: Hilfe!
    Das Buch lag noch ungelesen auf dem Tisch, nach dem Podcast hab ich jetzt vier Kapitel quergelesen, ich hätte mich wahrscheinlich noch viel drastischer geäußert. Er hat ja nicht unrecht, aber für den Gehalt ist das Buch viel zu lang. Seitenweise anekdotisches, „als in Zwickau mal eien querfeministishes Theaterstück aufgeführt wurde“, wenig theoretische Unterfütterung. Und an dieser zähen Angelegenheit soll Klonovsky mitgeschrieben haben?

  2. P.S. An sich wirkt das Buch etwas verschenkt, denn im Interview bei philosophia perennis äußert sich Prof. Moosdorf viel präziser. Vielleicht lags doch an Klonovsky…

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