Von rechts gelesen – Sendung 205 – »Sehnsucht«

Erwin Piontek war früher Bergmann, nun zehrt er als Rentner vom Traum einer Weltumseglung. Erwin Piontek ist aber auch Angehöriger der Kaiserlichen Schutztruppe in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Und natürlich ist Erwin Piontek auch Oberhaupt des Volksstaats Polen im Jahr 2031.

Szczepan Twardochs neuer Roman beginnt gemütlich in der vertrauten Umgebung Oberschlesiens, um sich dann zu einem postmodernen Kuriosum aufzutun, in dem nicht nur Zeitebenen durchbrochen, sondern auch klassische Erzählstrukturen zerstört werden. »Sehnsucht« nimmt damit in Twardochs ohnehin nicht sehr konventionellem Werk eine Sonderstellung ein.

Benedikt Kaiser, Volker Zierke und Philip Stein sprechen über die einziehende Postmoderne bei Twardoch, streiten über den bevorstehenden Krieg des Volksstaats gegen Tino Chrupallas Deutschland und den ewigen Traum vom Meer.

Ein Kommentar zu „Von rechts gelesen – Sendung 205 – »Sehnsucht«“

  1. Danke für den Podcast. Szczepan Twardoch mag in Polen sehr bekannt sein und auch die etablierten Medien bei uns haben das ein oder andere Mal über ihn berichtet.
    Trotzdem hätte ich ohne Jungeuropa damals nie von ihm erfahren.
    Interessant übrigens auch wie Euch die Etablierten in den sozialen Medien blockieren. Leider ist deren Verhalten nicht sonderlich überraschend…

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