Über vieles, was derzeit in der politischen Rechten diskutiert wird, hätte Günter Maschke vermutlich nur müde gelächelt – oder, eher typisch für »Maschkiavelli«, schallend und spöttisch gelacht. Denn Maschke war ein Denker, wie es ihn kaum grundsätzlicher – und damit auch radikaler? – gab. Wenn er über die Bundesrepublik schrieb, die er als ein Instrument zur dauerhaften Niederhaltung der Deutschen betrachtete, über europäische Geschichte oder deutsche Souveränität, dann dürften in so mancher Behörde die roten Lampen angesprungen sein.
Benedikt Kaiser und Philip Stein sprechen in dieser Episode über den kürzlich erschienenen Maschke-Band »Die tote Seele des Liberalismus«. Dabei erlauben sie sich auch Abschweifungen und beleuchten einige Stationen im bewegten Leben des Autors. Wer war dieser Mann, den viele junge Rechte heute gar nicht mehr kennen? Was hat er uns noch zu sagen? Und sind wir noch immer innerhalb jener Grenzen eingehegt, die Maschke so fundamental infrage stellte?